Dienstag, 18. Februar 2020

Zum Nachhören:
poetic act: freie hörräume vom attersee, aus italien, ungarn, rumänien und linz

Sendung unter:
https://radiofabrik.at/programm/sendungen/sendungen-von-a-z/seitwaerts-poetologische-ortungen/

die eingeladenen autoren und die autorin liefern für diesen poetic act beiträge aus freien hörräumen, die eigens für diese sendung performt und aufgenommen und als radiomontage adaptiert wurden.
es lesen: hans eichhorn, elisabeth strasser, herbert christian stöger
aufnahmen hans eichhorn und elisabeth strasser: wally rettenbacher
aufnahmen herbert christian stöger: herbert christian stöger
finale sendungsgestaltung/audiomontage: wally rettenbacher

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Inhalt:
hans eichhorn schickt vier beiträge aus seinem buch „der ruf. die reise. das wasser“ während er seiner tätigkeit als berufsfischer am attersee nachgeht. elisabeth strasser sucht poetologische resonanzen in und an öffentlichen orten in linz und herbert christian stöger sendet beiträge aus verona, rumänien [cluj, oradea] und ungarn. entstanden ist daraus ein poetisches hörerlebnis vom feinsten!

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Biografien

Hans Eichhorn
geboren 1956 in Vöcklabruck, verstorben am 29. Februar dieses Jahres. Matura an der Handelsakademie in Vöcklabruck. Anschließend Studium an der Universität Salzburg. Ohne Abschluss. Berufsfischer und Schriftsteller in Attersee am Attersee und Kirchdorf an der Krems.
1983 Rauriser Arbeitsstipendium für Literatur; 1987 Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich; 1994 Autoren-Förderungspreis der Stiftung Niedersachsen/Wolfenbüttel; 1998 Projektstipendium für Literatur des BKA; 1999 manuskripte-Preis des Landes Steiermark; 2002 Stipendium des Deutschen Literaturfonds e.V.; 2005 Oberösterreichischer Landeskulturpreis für Literatur; 2017 rotahorn Literaturpreis; 2019 Georg-Trakl-Preis für Lyrik, Heinrich-Gleißner-Preis.

Elisabeth Strasser
geboren 1969 in Kirchdorf a.d. Krems, lebt und arbeitet in Linz. Handelsschule, Abendgymnasium Linz, Studium der Germanistik in Wien. Literarische Tätigkeiten seit der Jugendzeit. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften.  Zwischen 2013 und 2017 wurden fünf Bücher veröffentlicht (drei Romane, ein Erzählband und ein Band mit Textinterpretationen), darunter: „Die Botschaft“, Roman, Resistenz Verlag, Neuhofen/Kr.-Linz-Wien. „Literarische Kontrapunkte“ mit Co-Autor Dietmar Koschier, Resistenz Verlag, Neuhofen/Kr.-Linz-Wien. „0-1-0-1“, Roman, Verlag Wortreich, Wien.
web: www.elisabethstrasser.com

Herbert Christian Stöger
Herbert Christian Stöger HBLA für Kunstgewerbe, Matura. Kunstuni Linz, Hochschule der Künste Berlin. Zahlreiche Ausstellungen in Österreich und Deutschland.
Neben Katalog-Publikationen auch literarische Publikationen, u.a. in „Facetten“, Literarisches Jahrbuch der Stadt Linz, „die Rampe“, „Schreibkraft“….
„ENTWENDUNGEN“, Prosa in Zusammenhang mit Wörterbüchern, 2018
„von hier bis bald“ erscheint 2020, beide bei fabrik.transit wien.
Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich 1999 für Literatur, 2002 für Bildende Kunst. Kunstförderungstipendien 1999 der Stadt Linz für bildende Kunst und Literatur.
web:  www.herbstlich.mur.at

Hans Eichhorn in der Alten Schmiede in Wien


Foto: Helmut Rizy
Mit einer Lesung mit Diskussion stellte am 22. Jänner 2020 Hans Eichhorn seinen neuen Roman „Fast - Das große Haus. Wiederholungen“ (Verlag Bibliothek der Provinz) im Literarischen Quartier Alte Schmiede in Wien vor.

„Eichhorn malt mit den Worten Bilder, schafft Farbflächen und Konturen, wie er umgekehrt Bilder in Sprache umsetzt“ so beschreibt die Literaturwissenschafterin Alexandra Millner, die den Abend in der Alten Schmiede moderierte, Hans Eichhorns Schreiben.




Dienstag, 11. Februar 2020

Veranstaltungshinweise März

Frauenstimmen 2020

am Dienstag, 10. März 2020, 19.30 Uhr
  
Nahe des Weltfrauentages (8. März) bringen zum fünften Mal aus dieser Reihe Autorinnen ihre Werke auf die Lesebühne
  
im Theater Phönix, Linz, Wiener Straße 25
  
Diesmal mit:
Corinna Antelmann Marianne Jungmaier Barbara Rieger
Moderation: Elisabeth Strasser
  
Literatur von Frauen nicht nur über Frauen –
und ganz gewiss nicht nur für Frauen
  
Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm mit Beiträgen von Bulimie bis Vampirismus und vieles mehr …
Dazu die persönliche Begegnung mit den Autorinnen.

Link zur Veranstaltung: https://www.linz.at/frauen/5015_104532.php

Corinna Antelmann
Geboren 1969 in Bremen, lebt seit 2006 in Linz. Diplom-Studium (Film, Literatur, Musik, Psychologie) an der Universität Hildesheim, tätig in der Theaterwerkstatt Hannover und als Head-Autorin der Trickcompany Hamburg. Dramaturgische Beraterin, freie Roman- und Drehbuchautorin und Dozentin für Storytelling. Fraue-Ava-Literaturpreis und Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium.
https://corinna-antelmann.com/

Marianne Jungmaier
Geboren 1985 in Linz. Sie studierte Digitales Fernsehen, Filmwissenschaften und absolvierte journalistische Ausbildungen, Fortbildungen in Sprechtechnik und Schreibpädagogik. Zahlreiche Residencies, Stipendien und Auszeichnungen. Ihr Debüt-Roman "Das Tortenprotokoll" wurde mit dem George-Saiko-Preis ausgezeichnet.
http://www.mariannejungmaier.at/

Barbara Rieger
Geboren 1982 in Graz, lebt und schreibt in Wien und im Almtal. Absolventin der Leondinger Akademie für Literatur. Mitglied des Berufsverbandes der Österreichischen SchreibpädagogInnen (BÖS).
http://www.entropy.at/home/

Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV)

in Kooperation mit der GAV OÖ, dem Frauenbüro der Stadt Linz und dem Theater Phönix


Veröffentlichung des neuen X-BLATT

am 20. März 2020, 19h

Lesung mit Corinna Antelmann, Bernhard Hatmanstorfer und Siegfried Holzbauer (GAV OÖ) anlässlich der Veröffentlichung des neuen Literaturheftes X-BLATT Nr. 5 „Blitzlichtgewitter“ (erhältlich: Automat im Exxtrablatt, Spittelwiese Linz) 

Moderation: Kurt Mitterndorfer

Organisation: HC Stöger

mit Bildbeiträgen von Michaela Schwarz-Weismann (Ausstellung von 5. März bis 1. April 2020 im OÖ Kunstverein).

Oberösterreichischer Kunstverein, Landstraße 31, Linz

Donnerstag, 6. Februar 2020

Hommagen: Bob Dylan, Haruki Murakami und Hermann Bahr

Eine Hommage an die "Hommagen"

Von Dominika Meindl (Text + Fotos)

Die Reihe "Hommagen" in Kooperation mit der Volkshochschule Linz hat mittlerweile eine jahrzehntelange Tradition. Mitglieder der GAV Oö setzen sich an drei Abenden intensiv mit den ganz Großen der Zunft auseinander und präsentieren ihre öffentlichen Ehrerweise. Andreas Weber begleitet und moderiert: "Von Amerika über Japan nach Linz – die Hommagen 2020 waren eine (sehr gut besuchte!) literarische Weltreise durch die Höhen und Tiefen der Weltliteratur."



Den Anfang machte 2020 Walter Kohl, der sich fragte, wie der Nobelpreisträger Bob Dylan seine Ideen gewinnt und seine Stoffe entwickelt. Er verknüpfte die Auseinandersetzung nicht nur mit der eigenen Biographie, sondern näherte sich auch praktisch an. Wie hört sich die Ostblock-Interpretation von "Knockin' on Heaven's Door" an? Warum geht "Blowin' in the Wine" gar nicht mehr? Hat Dylan seine Nobelpreisrede auf dem amerikanischen Pendant von hausarbeiten.de zusammengeklaut - oder nur gesampelt?


Begleitet wurde Walter Kohl - der sich das Gitarrespielen binnen kurzer Zeit autodidaktisch angeeignet hat - von der wunderbaren Sängerin Vaheen Said.



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Eine Woche nach dem tatsächlichen Nobelpreisträger sprach Erich Wimmer über einen ewigen Anwärter: Haruki Murakami. Wimmers enthusiastischer Votrtrag war dazu angetan, Neulinge an das überaus umfangreiche Oeuvre des Langstreckenläufers heranzuführen - wenn auch mit Warnungen. Man laufe Gefahr, in der Landesnervenheilanstalt zu landen, beginne man mit den falschen Büchern!


Wenn wir uns recht erinnern, muss das erste Buch "Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki" sein. Bitte Obacht! Gegebenenfalls vermitteln wir an Erich Wimmer, im Dienste Ihrer geistigen Integrität (die Verfasserin hat einst mit "Gefährliche Geliebte" begonnen - und ist hier Team Sigrid Löffler).


Unglaublicher Lese-Einsatz für die "Hommagen" - dem Vernehmen nach ist Wimmer nun froh, sich nach zehn Monaten des Murakamilesens nun wieder die alten Russen lesen zu dürfen.


Karina Lochner kam Wimmer rezitierend und verdienstvoll zu Hilfe.


Über einen "Herrn aus Linz" - wie Karl Kraus polemisierte - sprach am dritten und letzten Hommagen-Mittwoch Elisabeth Strasser: Hermann Bahr. Ein einst weltberühmter "Player" des deutschsprachigen Literaturbetriebs, der heute fast vergessen ist. Sehr viele der von ihm entdeckten und geförderten Talente haben ihn im Lauf der Zeit überflügelt, die Romane werden kaum noch gelesen. Präsent sind sehr wohl noch die Stücke.


Woran liegt das? Möglicherweise an der literarischen Qualität, möglicherweise daran, dass sich Bahr mit Haut und Haar in seine Zeit gestürzt hat. Darin ist er ganz im Gegensatz zu Haruki Murakami, der zeitweise fast autistisch wirkt.


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Die Hommagen wären nichts ohne das Publikum, das heuer ganz besonders zahlreich erschienen ist und durch große Expertise und interessante Fragen die Reihe komplettierte.



Konzeption und Moderation: Andreas Weber. Fotos: Dominika Meindl. Mit Dank an die VHS Linz und Christian Muckenhuber.

„Allen ist immer alles zuviel“. Stephan Roiss' bemerkenswertes Debüt „Triceratops“

Von Dominika Meindl Nein, man soll Stephan Roiss', dessen Roman zwar auf der Long-, nicht mehr aber auf der Shortlist für den deutschen ...