Mittwoch, 7. Januar 2026

Wollmilchschweine, Sitz-Techno, pinkelnde Santas und Schmusen mit Ryan Reynolds: Die Apfent-Weihnachtslesebühne

  

 Fotos: H. Zirknitzer  

Und so begab es sich auch dieses Jahr wieder, dass die weihnachtliche Unterhaltungs- und Erbauungssektion der GAV OÖ zur gemeinsamen Besinnung lud. Apfent-Stalker erkennen gleich, dass der Herr rechts weder Rudi Habringer noch René Monet ist, sondern natürlich der hochgeschätzte Chevapcici. Hoffentlich gehen wir mit den Musiktalenten nicht so unpfleglich um, dass wir sie verschleißen! Dem Vernehmen nach ist Chevapcici auch heuer noch guter Dinge. Wir empfehlen an dieser Stelle dringlich sein immer noch brandneues Album "Der Toid der eierlegenden Wollmilchsau". 

Musikalisch wirft sich alljährlich auch Walter Kohl ins Zeug, unser: 

 

In diesem Amt ließ er das Publikum raten, welches seiner beiden Dramolette im Stil Jandls und Bernhards denn wirklich seiner gewieften Cut-Up-Technik entstamme. Sodann befahl er der KI, ein sehr hartes Weihnachtsprotestlied zu "komponieren", im Stil Ramsteins bzw. im Stampfetechno, der vom Rest des Ensembles recht gut angenommen wurde: 

Vom Kollegen Kurt Mitterndorfer ist im Fundus der Autorin (=die Meindl) derzeit kein ordentliches Performance-Bild zu finden, aber das vom Vorjahr ist umso schöner, weil von Dieter Decker, und dank der guten Erhaltung des Abgelichteten außerdem pfenninggut. 

 

Bei Mitterndorfer geriet der Weihnachtsmann zuerst unter Blasendruck und dann in die Fänge einer überschießend strengen Exekutive. Das zweite Mikrodrama beginnt so: "Sog amoi, bisd du kombledd augrend? Du kaunsd do ned fia de Blaun an Griskindl-Weabaschbodd draan! Nu dazua fosd noggad!“ Ein Paar unterhält sich über den Preis, für den man sich weggibt, siehe Kant. Denkt da mal drüber nach! 

Da sehen wir erneut den Chevapcici: 

 

Bundes- und GAV-OÖ-Präsidentin Meindl erschien im Hannibal-Lecter-Feiertags-Einteiler und verlas wie immer ihre als Wunschliste ans Christkind getarnte Gewaltfantasie gegen Patriarchat und Faschismus. Dann verdarb sie allen Frauen den supersüßen Rom-Com-Weihnachts-Hit "Tatsächlich Liebe", indem sie die Handlung nach OÖ bzw. ins Matriarchat versetzte: "Ryan Reynolds stammt in Wahrheit aus Gramastetten, als die Landeshauptfrau dort ihre Godntant besucht, kommt es zur zunächst scherzhaften Begegnung, 'Jo Ryan!' 'Jo Minki!' 'Ma, de Gramastetta Krapferl han owa tricka, do hüft nua ans, haha!' Da fackeln die beiden Main Character Energy Persons nicht lange und schmusen dann vor den Augen der etwas peinlich berührten Tanten." 

 

Am Ende sangen alle gemeinsam: 

Stille Macht! Heilige Macht!

Alles schläft; einsam wacht

Landesmutter mit grauem Haar

herrschet sanft im Matriarchat

Schaffe uns irdische Ruh!

Schaffe uns irdische Ruh! 

Und man kann sich leicht vorstellen, auf wessen Mist das auch schon wieder gewachsen ist. In diesem Sinne: Prosit 2026! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit dem Latein ans Ende

Verspäteter Senf zum Scheingefecht Dominika Meindl  Streicht Latein - aber nur im Tausch gegen zehn, nein: zwanzig Stunden "Sprache...