Dienstag, 3. März 2020

Hans Eichhorn. Über einen großen Verlust

Von Dominika Meindl

Es geht so schnell, und aus dem Nachbericht einer Lesung, einer Rezension von "FAST das Große Haus" im Falter und Wally Rettenbachers Sendung "poetic act" (siehe den Eintrag vom 18. Februar) setzt sich ein so nicht intendierter Nachruf zusammen: Am Samstag ist Hans Eichhorn gestorben, im Kreis seiner Lieben und angesichts des Attersees, dem Zentrum seiner beiden Berufungen. 

Glückliche Menschen hat Eichhorn in seinem Boot mit hinaus auf den See genommen, und wenn er in seiner ruhigen, ironischen Art vom Fischen erzählte, vom Umschlag des Wetters, der Konkurrenz unter den Kollegen, den toten Tauchern am tiefen Grund erzählte, war das schon Literatur. Umgekehrt ist der beobachtende Blick des Fischers in seiner Lyrik und Prosa wahrzunehmen. 


Eichhorns Texte waren komplex und - Kunststück! - zugleich zugänglich, und das Gleiche lässt sich über Hans als Person sagen. So traurig es gerade ist, einen Abend im Gedenken an unseren lieben Freund und Kollegen zu gestalten, so schön ist es auch. Wie viele etwas Liebes zu ihm zu sagen haben, mit wie vielen von uns er sich bis zuletzt, schon ganz am Ende seiner Kräfte, noch ausgetauscht hat. Er hat seinen letzten Rest an Energie dafür genutzt, Kontakt mit uns zu halten. 


Er gehört zum Urgestein der GAV OÖ, wir werden auch sein Engagement für die Sache der Literatur in Oberösterreich schmerzlich vermissen. 

Wir laden all jene, die sich literarisch von Hans Eichhorn verabschieden wollen, zu einem Hommagen-Abend: Montag, 27. April, Stifterhaus, 19:30 Uhr.

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